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Traumtänzer

Ein kleines Video zu dem Text Traumtänzer.

Der Ton ist leider ein wenig leise ... 

Hier zum nachlesen:

 

Bitte sage mir, dass du keine Angst hast.

Ich habe Angst.

Sag uns, dass du keine Angst hast. Wir können zusammen so stark sein, wir könnten. Wir könnten so vieles sein ... Wir könnten ...

Denn manchmal ist es egal, ob man wirklich mutig ist oder nur so tut als ob. Lass uns zusammen zum Regenbogen laufen. Nur so tut als ob. Ich sitze in der hintersten Reihe der vollbesetzten Kirche der Angst. Nimm meine Hand, hol mich hier raus und wir laufen zum Ende des Regenbogens. Wenn man durch den Regenbogen läuft, kommt man in ein wunderbares Land.

Innen wie außen.

Es gibt keine Maskerade mehr. Außen ist innen. Wir sind wie wir sind ... Das Leben geht weiter und unser Herz liegt auf der Zunge und verschluckt sich immer wieder. Können wir denn nicht wahr sein? Muss es sein, dass wir uns hinter einer falschen Maskerade verstecken?

Ich möchte tanzen. Dieser Tanz soll dir alles offenbaren. Du kannst mich erkennen, wenn du magst. Kannst du es sehen?

Die Maskerade ist gefallen.

Ich habe Angst.

 

Ich hatte einen Traum, er entfaltete sich in einem zarten blaßrosalila vor mir. Er war so schön.

                        TraumTräumeTraumTräumer

                        TraumTräumeTraumTräumer

Traumtänzer!

Hättest du mich nicht geweckt, ich hätte ewig dort bleiben können. Ich liebe diesen Traum, voller Farbenreichtum zeigte sich mir eine Welt, die nun einmal nicht mehr existiert ... Warum hast du mich geweckt, um mich danach allein zu lassen?

Sei leise! So leise ...

                        leiseleiseleiseleise

                        stillstillstillstill

                                   Schrei

Der Gedanke, das Wort wurde gefesselt.

Es gibt nichts mehr zu sagen. Alle Gedanken überschlugen sich, wurden gefangen im grauen Dunst der Belanglosigkeit.

Seifenblasenträume zerplatzen.

Am Ende bleibt die Erinnerung an einen kurzen Moment, mehr nicht. Es gibt nichts mehr, nichts mehr was zählt, nichts mehr zu verlieren. Die Zeiten sind vergangen. Die Welt hat sich gedreht und wir haben vergessen weiter zu gehen.

Gehst du mit mir? Einen Schritt voran.

                        Gehe laufe schreite voran

                        gehenlaufengehenlaufen

                        gehenlaufengehenlaufen

                                   halte ein

Uns kann nichts veranlassen stehen zu bleiben. Wir dürfen leben, wir können leben!

Wir könnten so viel, zusammen könnten wir so viel.

Die letzte Chance längst vergeben.

Waren wir einmal oder konnten wir nie sein? Wir waren mehr.

Halt mich fest, lass mich los, wenn du es willst, aber schau mich nicht so an. Wende deinen Blick ab von mir, es tut so weh. Ich würde gerne mein Herz ausschalten können, aber es geht nicht ...

Liebe bewegt und treibt uns in den Abgrund. Liebe vergeht und menschliche Trümmer bleiben zurück ...

Herz herausgerissen.

Erst wenn du mir weh tust bist du im Recht.

Eine Puppe, ja eine Puppe. Bald werden wir uns nicht mehr sehen. Dir wird nur noch diese leere Hülle begegnen, mehr bleibt nicht, aber sie wird schön sein, so schön, schöner als ich je sein könnte. Die Tränen trockneten bevor sie die Wange erreichten.

Ich habe mich getötet. Du hast mich getötet. Aber eigentlich ist es egal. Es gibt uns nicht mehr.

Ich habe keine Angst mehr. Jetzt brauche ich keine Angst mehr zu haben.

 

 

 

Lesung und Tanz kann man sehr gut kombinieren.

 

Der Beweis beim unARTig gekünstelt 31.07.2010