Worte sind Wahrheit oder Wohlgefallen? Wagemut oder Wahnsinn? Wirrnis oder Willensstärke?
Satzvorgabe: Rainer Richter
Die Wörter schweben überall durch den Raum, hast du ihre Herkunft erkannt? Ich verkannte ihre Kraft habe versucht sie zu verscheuchen, dann sie zu ignorieren, doch letztendlich musste ich erkennen, dass ich keine Macht über sie hatte, dass ich mir womöglich jegliche Macht über sie nur eingebildet hatte … Die Worte waren meiner Übermächtig … Konnte es sein, dass wir hiermit das Ende erreicht haben? Die Worte tanzen durch die Luft, erkennst du noch einen Sinn? Finde die zusammengehörenden Wörter, meine Gedanken haben sich überschlagen … Finden keinen Anfang und kein Ende, kein A sein B … Das ABC eine Lüge, die unverhohlen daher lacht … Worte sind Wahrheit oder Wohlgefallen? Die Wahrheit der Worte vor deinem geistigen Auge verhöhnt deine Fragwürdigkeit, deine Ernsthaftigkeit hat sich zur Lachhaftigkeit verschoben. Die Subjektivierung seinen Tribut gefordert. Wagemut oder Wahnsinn? Diese Worte warst einmal Ich, diese Worte gehörten zu mir und doch sind sie nichts weiter als eine Lüge, nichts weiter als Schein … Wirrnis oder Willensstärke? Wir bestehen doch nur aus den Worten, von denen wir wollen, dass sie zu uns gehören, doch plötzlich sind da noch so viele mehr, die wir nicht wollen und merken, dass wir keine Wahl hatten, nie eine Möglichkeit haben. Nicht wir suchen uns aus was uns beschreibt, sondern die Wörter haben uns erwählt …
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