Marienkäfer

Wortvorgabe: Fine

Er lag einfach nur auf der Wiese und beobachtete den Himmel und dachte nach. Lass es sein, flüsterte eine Stimme in seinem Kopf, es hat einfach keinen Sinn weiter nach zu denken. Genieße die Sonne, die scheint und vergieß alles andere. Er wollte der Stimme so gerne gehorchen, doch die Gedanken rasten wie wild durcheinander. Wie sollte er bloß die drei Prüfungen nächste Woche bestehen und gleichzeitig Lisa zurück gewinnen? Er musste sich irgendetwas einfallen lassen und ganz dringend lernen. Also dreht er sich zu seiner Tasche um und wollte seine Unisachen rausholen, als er den Marienkäfer auf seiner Tasche bemerkte. Vielleicht bildete er es sich ein, aber der Marienkäfer schien ihm zuzwinken. Er schüttelte den Kopf, jetzt bekam er auch noch Halluzinationen. Doch als er wieder hinsah, hatte er immer noch den Eindruck der Marienkäfer winkte ihm zu und wenn er genau hinhörte, hörte er eine leise Stimme. Er neigte den Kopf, sodass der Marienkäfer genau in sein Ohr sprechen konnte. Er musste wirklich verrückt geworden sein.

„Bitte hilf mir, ich bin eine verzauberte Millionärstochter, wenn du mich küsst, werde ich befreit und dich gut dafür belohnen.“ Sollte er jetzt wirklich so verrückt sein einen dummen Marienkäfer zu küssen? Das grenzte doch an Irrenhaus. Andererseits was sollte schon schlimmes passieren. Es war niemand in Sichtweite. Er konnte sich als auch nicht lächerlich machen, nicht einmal ein Hase verbarg sich im Gebüsch. Er neigte sich, um den Marienkäfer zu küssen.

Und vor ihm saß eine hübsche Frau. Aber warum war sie bloß so groß? Hatte er gar eine Riesin befreit, die nun die Erde verschlingen möchte?

Doch irgendwie fühlte er sich auch sehr komisch … hmhm …

Da kam ihre Hand auf ihn zu und hob ihn ohne Probleme auf. Er versuchte wegzulaufen, aber seine sechs Beine, wollten sich nicht kontrollieren lassen.
Dann sprach sie zu ihm: „Und los kleiner Marienkäfer, flieg. Du brauchst nun nicht mehr so viel zu denken.“

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