Ich bin das Himmelszelt ...
„Ich bin das Himmelzelt und du ein strahlender Stern darin. Die Erde sieht dein wundervolles Licht. Der Mond kündigt dich an und freut sich, dass du im die Nacht erhellst.“
„Von wem kam dieser Zettel?“, fragte sie sich die ganze Vorlesung lang. Er wurde ihr durch die Bänke gereicht, aber keiner konnte ihr sagen, wer den Brief losgeschickt hatte. Sie dachte auch nach der Vorlesung noch lange an diesen Brief und schließlich tat sie es als Scherz ab. Was sollte es auch sonst anderes bedeuten. Wahrscheinlich hatte jemand nur nichts Besseres zu tun und hat sich dann darüber lustig gemacht, wie sie verwirrt suchend durch den Hörsaal geschaut hat. Oder der Brief war gar nicht an sie bestimmt gewesen und die anderen hatten sich getäuscht. „Die mit dem roten Pulli“ hatte vorne auf dem Brief gestanden, aber es waren doch bestimmt noch mehr mit rotem Pulli in der Vorlesung gewesen.
Sie erinnerte sich nicht mehr daran. Sie wollte gerne glauben, jemand hatte ihr diesen süßen Brief geschrieben.
Sie hatte den Brief schon fast vergessen als sie in der Vorlesung zwei Wochen später wieder einen Brief bekam „Ich hatte mir Sorgen gemacht, den der Stern war letzte Woche weniger in meinem Herzen, den du warst nicht da. Ich hoffe es geht dir gut. Dein heimlicher Verehrer.“ Damit wusste sie nun sicher, dass er sie damit meinte, denn sie war letzte Woche wirklich nicht da gewesen. Doch immer noch nicht war sie weiter in der Frage, von wem dieser Brief war.
„Wer bist du?“ schrieb sie auf ein Blatt und versuchte ihn durch die Bänke zu reichen, aber es kam nichts zurück. Er muss irgendwann verloren gegangen sein. Sie erkannte nicht, wo der Brief nicht mehr weiter gereicht wurde.
Doch in der nächsten Woche erreichte sie wieder ein Brief: „ Ich habe doch gesagt, ich bin dein heimlicher Verehrer. Mehr brauchst du von mir nicht zu wissen.“
Seitdem bekam sie jede Woche eine Nachricht von ihrem Verehrer, aber sie kam einfach nicht darauf, von wem diese Nachrichten stammten und als am Ende des Semesters die Vorlesung vorbei war, bekam sie nie wieder eine Nachricht von ihrem Verehrer, obwohl sie alles versucht hatte, um herauszufinden, wer ihr heimlicher Verehrer war, aber egal wenn sie fragte, niemand konnte es ihr sagen und niemand gab sich als heimlicher Verehrer bekannt.
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